Mietverhältnisse funktionieren in Maine in einigen Punkten anders als in Deutschland. Neben dem eigentlichen Mietvertrag spielen insbesondere Security Deposit, Bonitäts- und Background-Checks sowie die genaue Aufteilung der laufenden Kosten eine Rolle.
Lease & Tenancy at Will
Ein Mietverhältnis kann durch einen schriftlichen Lease geregelt werden. Es gibt in Maine aber auch sogenannte Tenancies at Will, bei denen kein schriftlicher Mietvertrag mit fester Laufzeit besteht.
Bei einem klassischen Lease sind Laufzeit, Miete und weitere Bedingungen des Mietverhältnisses schriftlich festgelegt. Eine Tenancy at Will ist dagegen grundsätzlich flexibler und kann unter bestimmten Voraussetzungen mit entsprechender Frist beendet werden.
Wohnungssuche & Bewerbungen
Bevor ein Mietverhältnis zustande kommt, können Vermieter Bewerbungsunterlagen und Informationen über einen potenziellen Mieter verlangen. Dazu können beispielsweise ein Credit Check oder ein Background Check gehören.
In Maine dürfen Vermieter keine allgemeine Bewerbungsgebühr verlangen. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen jedoch die tatsächlichen Kosten eines einzelnen Background-, Credit- oder vergleichbaren Screening-Verfahrens vom Bewerber verlangen. Der Bewerber muss darüber informiert werden und hat Anspruch auf eine vollständige Kopie der dabei erhaltenen Informationen.
Security Deposit
Eine Security Deposit ist eine Kaution, die der Vermieter vor Beginn des Mietverhältnisses verlangen kann. In Maine darf sie grundsätzlich höchstens zwei Monatsmieten betragen.
Die Kaution darf beispielsweise für ausstehende Miete oder Schäden verwendet werden, die über normale Abnutzung hinausgehen. Normale Gebrauchsspuren rechtfertigen dagegen keinen Abzug.
Nach Ende des Mietverhältnisses muss der Vermieter die Kaution zurückzahlen oder schriftlich erklären, warum ein Teil einbehalten wird. Je nach Art des Mietverhältnisses gelten dafür unterschiedliche Fristen.
Was kostet die Wohnung tatsächlich?
Die monatliche Miete ist nicht zwangsläufig die einzige regelmäßige Ausgabe. In Maine muss ein Vermieter vor Beginn des Mietverhältnisses grundsätzlich offenlegen, welche Kosten der Mieter zusätzlich zur Miete tragen muss. Dazu können beispielsweise Utilities, verpflichtende Gebühren oder weitere wiederkehrende Kosten gehören.
Welche Kosten der Mieter selbst übernimmt und welche im Mietpreis enthalten sind, hängt vom jeweiligen Mietobjekt und Mietvertrag ab. Strom, Heizung, Wasser oder andere Versorgungsleistungen können daher unterschiedlich zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt sein.
Renters Insurance
Eine Renters Insurance ist eine Versicherung für Mieter. Sie kann unter anderem persönliche Gegenstände des Mieters und bestimmte Haftungsrisiken abdecken. Ob ein Vermieter den Abschluss einer solchen Versicherung verlangt, hängt vom Mietvertrag und der jeweiligen Wohnsituation ab.
Sie ist nicht mit einer deutschen Hausratversicherung gleichzusetzen, auch wenn es Überschneidungen bei der Absicherung persönlicher Gegenstände geben kann.
Credit History
Die amerikanische Credit History kann auch bei der Wohnungssuche eine Rolle spielen. Vermieter können einen Credit Report nutzen, um Informationen über die bisherige finanzielle Zuverlässigkeit eines Bewerbers zu erhalten.
Für einen Charakter kann deshalb eine gute oder schlechte Credit History bei der Wohnungssuche durchaus relevant sein. Das ist insbesondere für junge Erwachsene interessant, die erst seit kurzer Zeit eigene finanzielle Verpflichtungen haben und noch keine lange Credit History aufgebaut haben.
Kündigung & Eviction
Die Beendigung eines Mietverhältnisses hängt davon ab, ob ein schriftlicher Lease besteht oder es sich um eine Tenancy at Will handelt. Bei einem laufenden Lease kann ein Vermieter einen Mieter grundsätzlich nicht einfach vorzeitig ohne entsprechenden Grund aus der Wohnung entfernen.
Bei einer Tenancy at Will gelten andere Regeln. In Maine kann eine solche tenancy grundsätzlich mit einer schriftlichen Frist beendet werden. Auch ein Mieter muss bei seinem Auszug die entsprechenden Fristen beachten.
Eine Eviction erfolgt außerdem nicht einfach dadurch, dass der Vermieter dem Mieter sagt, er müsse die Wohnung verlassen. Wenn ein Mieter sich weigert auszuziehen, muss der Vermieter grundsätzlich ein gerichtliches Verfahren durchlaufen und einen entsprechenden Gerichtsbeschluss erhalten.
Für das RP
Für das RP sind vor allem drei Dinge wichtig: Eine Wohnung kann vor der Vermietung einer Credit- oder Background-Prüfung unterzogen werden, neben der Miete können verschiedene weitere Kosten anfallen, und eine Security Deposit gehört bei vielen Mietverhältnissen zum Einzug.
Auch ein Charakter, der aus einer Wohnung auszieht, kann deshalb noch mit dem ehemaligen Vermieter zu tun haben - etwa wegen der Rückzahlung der Kaution oder einer abschließenden Abrechnung.